Unsere Geschichte

Unsere Geschichte: Das Fundament einer Vision

1918 – Aus der Not eine Tugend machen

Die Geschichte unserer Genossenschaft begann in einer Zeit großer Herausforderungen. Vor über 100 Jahren war es Karl Wolf, der die Zeichen der Zeit erkannte und aus der akuten Wohnungsnot eine Tugend machte.

Am 20. April 1918 hielt er eine einnehmende Rede vor 15 Gründungsmitgliedern. Er sprach nicht nur über Zahlen und Steine, sondern über die menschliche Notwendigkeit eines sicheren Zuhauses. Seine Worte überzeugten: Die Gründung der Heimstättenbaugenossenschaft Pasing eG war beschlossene Sache.

Schon wenige Wochen später, am 29. Juni 1918, nahm die Arbeit unter dem ersten Vorstand – Heinrich Thum, Georg Lautenschlager und Adam Gradl – sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden Karl Wolf Gestalt an. Am 13. Juli 1918 folgte die offizielle Eintragung ins Genossenschaftsregister.

Ein Versprechen in Kurrentschrift

In unserem Gründungsprotokoll hielten die Väter unserer Genossenschaft Ideale fest, die in kunstvoller Kurrentschrift überdauert haben und bis heute das Herzstück unserer Arbeit bilden.

Die Kraft der Gemeinschaft

„Was dem Einzelnen nur sehr schwer gelingt, vereinte Kraft stets leicht vollbringt.“

Dieses erste Motto beschreibt den Kern des genossenschaftlichen Gedankens: Solidarität. Wo der Einzelne an finanzielle oder organisatorische Grenzen stößt, schafft die Gemeinschaft Sicherheit und neue Möglichkeiten.

Das Recht auf ein „Nest“

Ein weiteres Gedicht in den Akten nutzt das Bild des „Vögeleins“, dem sein Nest beschieden ist, und fragt kritisch, warum dies dem Menschen verwehrt bleiben sollte. Die Antwort unserer Gründer war ein entschlossenes: „O. Doch!“

Sie glaubten fest daran: Mit ernstem Wollen und vereinter Kraft lässt sich für jeden ein sicheres Heim schaffen.

Tradition trifft Zukunft

Dieses erste Kapitel unserer Geschichte ist für uns mehr als nur eine nostalgische Rückschau. Es ist eine Erinnerung daran, dass Wohnraum mehr ist als nur Stein und Mörtel – es ist das „eigene Nest“, ein Ort der Sicherheit und Würde.

Auch heute, über ein Jahrhundert nach jener entscheidenden Versammlung in Pasing, setzen wir uns mit derselben Leidenschaft dafür ein, diesen genossenschaftlichen Auftrag mit Leben zu füllen. Wir bewahren das Erbe von Karl Wolf und seinen Mitstreitern, während wir gemeinsam an den nächsten Kapiteln unserer Geschichte schreiben.

1918: Von der Vision zur Tat

Der Frühling 1918 markiert den Wendepunkt, an dem aus dem tiefen Wunsch nach sicherem Wohnraum eine feste Organisation wurde. Nachdem Karl Wolf mit seinen idealistischen Leitsprüchen – wie dem Versprechen vom „eigenen Nest“ – den geistigen Grundstein gelegt hatte, folgte unmittelbar die tatkräftige Umsetzung.

Die Geburtsstunde in Pasing

Am 20. April 1918 überzeugte Karl Wolf die 15 anwesenden Gründungsmitglieder mit einer einnehmenden Rede von der Notwendigkeit einer Baugenossenschaft. Es war der Moment, in dem die Heimstättenbaugenossenschaft Pasing eG offiziell ins Leben gerufen wurde.

Nur wenige Wochen später, am 29. Juni 1918, wurde die erste Versammlung abgehalten, um die Verantwortung auf starke Schultern zu verteilen:

  • Der erste Vorstand: Heinrich Thum, Georg Lautenschlager und Adam Gradl übernahmen die operative Leitung.
  • Der erste Aufsichtsrat: Unter dem Vorsitz von Karl Wolf bildeten Mathäus Schmidhofer, Johann Lechtl, Jakob Berti und Michael Fritz das Kontrollorgan.

Ein Meilenstein: Die amtliche Anerkennung

Was in einer kleinen Versammlung voller Idealismus begann, erhielt am 13. Juli 1918 seinen offiziellen Charakter: Die Eintragung in das Genossenschaftsregister (Band IV, Nr. 42). Damit war aus der „Not eine Tugend“ gemacht worden – die rechtliche Geburtsstunde einer Gemeinschaft, die bis heute Bestand hat.

Was dem Einzelnen nur sehr schwer gelingt, vereinte Kraft stets leicht vollbringt.
Dieser Leitsatz, der das erste Protokoll zierte, war für die Männer der ersten Stunde kein bloßer Text – es war ihr täglicher Auftrag.

Werte, die die Zeit überdauern

Wenn wir heute auf diese Namen und Daten blicken, sehen wir mehr als nur eine historische Liste. Wir sehen den Mut von Bürgern, die mitten in einer schwierigen Zeit Verantwortung für sich und ihre Nachbarn übernahmen.

Dieser Geist der Solidarität, der 1918 in Pasing festgeschrieben wurde, bildet die Brücke zu unserem heutigen Handeln. Es war der Anfang einer langen Reise, deren weitere Meilensteine wir hier nach und nach mit Ihnen teilen werden.

Die 1920er-Jahre: Ein Jahrzehnt des Aufbruchs

Nachdem 1918 das Fundament gelegt worden war, folgte eine Ära des beispiellosen Wachstums. Aus der „Not eine Tugend zu machen“, bedeutete nun ganz praktisch: Baukräne über Pasing. In dieser Zeit festigte die Genossenschaft nicht nur ihre Strukturen, sondern schuf erstmals im großen Stil das versprochene „eigene Nest“ für viele Familien.

Neuer Name, neue Möglichkeiten

Das Jahr 1925 markierte einen wichtigen strategischen Meilenstein. Mit dem Eintritt in den Verband der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaften passten wir unseren Namen an: Die „Heimstättenbaugenossenschaft Pasing eGmbH“ war nun bereit für ehrgeizige Großprojekte.

Der Bauboom in Pasing

Zwischen 1925 und 1932 verwandelte die Genossenschaft Pläne in Lebensraum. Es war eine Zeit der Betriebsamkeit:

  • Aicherstraße: Von 1925 bis 1931 entstanden hier 20 moderne Reihenhäuser.
  • Weinbergerstraße: Im Sommer 1928 konnten zwei neue Wohngebäude mit insgesamt 16 Wohneinheiten fertiggestellt werden.
  • Wirtschaft und Leben: Ende 1928 bewies die Genossenschaft Weitsicht. Das bestehende Wirtschaftsgebäude wurde vergrößert und durch einen Lebensmittel- sowie einen Metzgerladen ergänzt. So entstand nicht nur Wohnraum, sondern ein echtes Stück Nachbarschaft. 
    Trotz einer deutlichen Kostensteigerung wurde das Projekt 1930 erfolgreich beendet.
     


Eine architektonische Neuheit: Die Gräfstraße

Im Jahr 1929 wagten wir den nächsten Schritt in die Moderne. An der Gräfstraße entstanden die ersten zweistöckigen Gebäude unserer Geschichte. Um dieses Vorhaben zu realisieren, mussten die Grundstücke der Stadt Pasing für „50 Pfennig pro Quadratfuß“ abgekauft werden. Der Lohn der Mühen: Am 15. November 1930 konnten hier 24 Familien ihr neues Zuhause beziehen.

„Vom Plan zum Bau“
Die späten 20er-Jahre bewiesen: Wenn das „ernste Wollen“ aus unseren Gründungstagen auf kluge Planung trifft, entstehen Werte, die Generationen überdauern.

Tradition, die man heute noch sieht

Viele dieser Gebäude prägen noch heute das Gesicht unseres Viertels. Sie sind steingewordene Zeugen einer Zeit, in der aus einer mutigen Idee eine verlässliche Institution für die Menschen in Pasing wurde.

1930 - 1949: Standhaftigkeit in Krisen und Kriegen

Dieses Kapitel unserer Geschichte ist geprägt von extremen Gegensätzen: Auf den letzten großen Bauboom der frühen 30er-Jahre folgten politische Gleichschaltung, das Grauen des Krieges und schließlich der mühsame, aber stolze Weg zurück zur Freiheit.

Beständigkeit in schwierigen Zeiten

Zu Beginn der 1930er-Jahre wurde das wirtschaftliche Umfeld weltweit rauer. Doch getreu dem Motto, aus der Not eine Tugend zu machen, blieb die Genossenschaft aktiv.

Bereits im Februar 1931 beschloss die Verwaltung den Bau von vier weiteren Wohnungen an der Fritz-Beer-Straße (der heutigen Aicherstraße 4). Ein Jahr später, 1932, konnte dieser Bauabschnitt erfolgreich beendet und die Wohnungen bezogen werden. Es war ein wichtiges Zeichen der Stabilität kurz vor dem politischen Umbruch.

1933: Widerstand und Zwangsverwaltung

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten änderte sich alles. Josef Amann, der damalige zweite Bürgermeister Pasings, befahl 1933 die Ausrichtung der Satzung nach dem „Führerprinzip“. Unsere Gemeinschaft verlor vorübergehend ihre Identität und musste sich in „Gemeinnützige Genossenschaft München eGmbH“ umbenennen.

Trotz der politischen Zwänge und mangelnden Kapitals blieb der genossenschaftliche Geist im Hintergrund lebendig. Selbst während des Zweiten Weltkriegs gelang es, ein 1938 geplantes Projekt an der Gräfstraße zu vollenden: Im Juni 1941 konnten dort 15 Baugenossen ein neues Zuhause finden.

Die Stunde Null: Ein Wunder in Pasing

Wie durch ein Wunder überstanden unsere Gebäude das Kriegsende ohne Totalschaden. Zwar machten zerbrochene Fenster und abgedeckte Dächer viele Räume unbewohnbar, doch dieser Zustand verhinderte die Beschlagnahmung durch die Besatzungsmächte. So konnten wir unmittelbar nach Kriegsende mit den ersten Instandsetzungen beginnen.

Der Kampf um die Freiheit und Josef Ostermayr

Die Rückkehr zum ursprünglichen Namen war eine Herkulesaufgabe. Gegen den Widerstand des Verbandes Bayerischer Wohnungsunternehmen stritt unsere Gemeinschaft für ihre Eigenständigkeit.

Am 4. August 1947 war es geschafft: Wir erhielten unseren Namen „Heimstättenbaugenossenschaft Pasing eGmbH“ zurück. Ein besonderer Dank gebührt hier Josef Ostermayr. In mühevoller Kleinarbeit trieb er die rechtliche „Entschmelzung“ voran und sicherte den Bestand von damals 91 Häusern mit 149 Wohnungen sowie mehreren Läden und einer Gastwirtschaft.

Neuanfang trotz Währungsreform

Die Währungsreform von 1948 beraubte die Genossenschaft fast aller Mittel. Doch anstatt aufzugeben, investierten wir in die Zukunft. Ein Symbol des Aufbruchs: Im Juli 1949 erhielten die Mieter erstmals eine eigene Waschküche mit Waschmaschine – ein kleiner Luxus, der den Beginn einer neuen Ära des gemeinschaftlichen Wohnens markierte.

„Identität bewahrt, Zukunft gesichert.“
Die Jahre zwischen 1930 und 1949 haben bewiesen: Unsere Genossenschaft ist mehr als eine Verwaltung von Wohnraum. Sie ist ein Versprechen, das selbst die schwersten Krisen der Geschichte überdauert hat.

Werte, die die Zeit überdauern

Wenn wir heute auf diese Namen und Daten blicken, sehen wir mehr als nur eine historische Liste. Wir sehen den Mut von Bürgern, die mitten in einer schwierigen Zeit Verantwortung für sich und ihre Nachbarn übernahmen.

Dieser Geist der Solidarität, der 1918 in Pasing festgeschrieben wurde, bildet die Brücke zu unserem heutigen Handeln. Es war der Anfang einer langen Reise, deren weitere Meilensteine wir hier nach und nach mit Ihnen teilen werden.

1950 - 1970: Aufbruch im Wirtschaftswunder

Nach den Entbehrungen der Nachkriegszeit kehrte mit dem Wirtschaftswunder auch in unsere Genossenschaft neue Zuversicht ein. Unter der unermüdlichen Leitung von Otto Lautenschlager, Josef Ostermayr und Otto Ammerer blickten wir erstmals wieder auf eine positive Bilanz und starteten ehrgeizige Bauprojekte, die den modernen Wohnstandard in Pasing prägten.

Bauen für die Zukunft

In den 50er-Jahren bewiesen wir Flexibilität in der Finanzierung, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen:

  • Benedikterstraße 1: Am 1. September 1951 wurde ein Wohngebäude mit sechs Einheiten fertiggestellt – ein stolzes Projekt, das komplett frei finanziert wurde.
  • Josef-Retzer-Straße: Mit Hilfe öffentlicher Baudarlehen entstanden hier bis November 1955 insgesamt 16 Wohnungen, die bis Ende 1993 der Sozialbindung unterlagen.
  • Weinbergerstraße: 1958 entschieden wir uns für zwei weitere Wohnblöcke mit 32 Einheiten. Ab Oktober 1959 fanden hier Familien ein neues Zuhause. Später wurde der Komplex passend zum beginnenden Automobil-Zeitalter um zehn Einzelgaragen ergänzt.

Neue Wege: Hoch hinaus und modern beheizt

In den 60er-Jahren wurde Bauland in München knapp. Die Geschäftsleitung reagierte vorausschauend und beantragte 1966 einen neuen Generalbauplan für dreistöckige Häuser.

  • Georg-Jais-Straße: Hier entstand im Sommer 1966 unser erstes dreistöckiges Gebäude mit 24 Wohnungen. Eine echte technische Neuheit für unsere Mitglieder: Das Haus war erstmals mit einer Zentralheizung ausgestattet.
     
  • Zacharias-Werner-Straße: Im Oktober 1967 startete der zweite Bauabschnitt. Da umfangreiche Umbaubedarfe bestanden, lebten wir den genossenschaftlichen Zusammenhalt ganz praktisch: Die betroffenen Mieter wurden während der Bauzeit unbürokratisch innerhalb der Genossenschaft beherbergt.

Mobilität und Wachstum

Das Jahr 1969 stand im Zeichen der Mobilität. Wir errichteten ein modernes Garagenhaus mit 32 Stellplätzen, um dem steigenden Bedarf der Mieter an Parkraum für ihre Automobile gerecht zu werden.

Trotz kleinerer Rückschläge durch Finanzierungshürden und schwierige Verhandlungen um Bauflächen am Ende der 60er-Jahre war die Entwicklung beeindruckend. 

Bis 1970 war unsere Gemeinschaft gewachsen auf:

  • 96 Wohngebäude
  • 241 Wohneinheiten
  • 2 Läden, eine Gaststätte und 50 Garagen

„Modernisierung mit Herz“
Vom ersten frei finanzierten Nachkriegsbau bis zur ersten Zentralheizung: 
Die 50er- und 60er-Jahre waren ein Versprechen an unsere Mitglieder, dass Fortschritt und genossenschaftliche Fürsorge Hand in Hand gehen.

1970 - 1990: Modernisierung und ein neuer Treffpunkt

In den 70er- und 80er-Jahren stand unsere Genossenschaft vor einer großen Aufgabe: Der Bestand musste nicht nur erweitert, sondern auch grundlegend modernisiert werden. Es war eine Phase des Umbruchs, in der wir bewiesen, dass Fortschritt und genossenschaftliche Fürsorge untrennbar zusammengehören.

Platz für Neues: Die Benedikterstraße

Am 8. März 1972 begann ein bedeutendes Projekt. Um zeitgemäßen Wohnraum zu schaffen, mussten die alten Gebäude in der Benedikterstraße weichen. Getreu unserem Versprechen, niemanden allein zu lassen, konnten alle 28 betroffenen Mieter während der Bauphase problemlos innerhalb der Genossenschaft untergebracht werden.

  • Erster Bauabschnitt (1973): 28 neue Wohneinheiten wurden fertiggestellt.
  • Zweiter Bauabschnitt (1974): Weitere acht moderne Wohnungen wurden bezugsfertig.

Investitionen in den Wohnkomfort

Ende der 70er-Jahre nahmen wir ein Budget in Millionenhöhe in die Hand, um den Bestand auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Zwischen 1979 und 1983 wurden beispielsweise die Wohnungen in der Gräfstraße 29 bis 41 umfassend saniert: Neue Bäder, moderne Schallschutzfenster und praktische Elektrospeicherheizungen sorgten für eine deutlich gesteigerte Lebensqualität unserer Mitglieder.

Wachstum in der Georg-Jais- und Josef-Retzer-Straße

Trotz langwieriger Verhandlungen konnten wir weitere Meilensteine setzen:

  • Georg-Jais-Straße (1977): Fertigstellung von vier massiven Mehrfamilienhäusern mit 32 Wohnungen und einer großzügigen Tiefgarage mit 72 Stellplätzen.
  • Josef-Retzer-Straße (1983): Nach dem Abriss alter Bausubstanz entstanden hier 25 neue Wohnungen und 64 Tiefgaragenplätze. Auch hier galt: Jeder Mieter fand während der Bauzeit ein sicheres Ausweichquartier bei uns.

Die Geburt des „Prinzregent-Garten“

Parallel zum Wohnungsbau entwickelte sich unsere genossenschaftliche Gastronomie weiter. Bis 1987 lieferte das staatliche Hofbräuhaus das Bier für das damalige „Hofbräustüberl“ (bekannt als „Blauer Aff“). Da wir uns mitten in einer aufwendigen Renovierung der Räumlichkeiten befanden, suchten wir nach einem neuen Partner, der zu unseren Werten passte.

Nach sorgfältiger Auswahl fiel die Entscheidung: Am 1. Januar 1990 schlossen wir den Pachtvertrag mit der Schlossbrauerei Kaltenberg. Mit viel Liebe zum Detail und hohem Aufwand wurde die Gaststätte renoviert. Unter ihrem neuen Namen „Prinzregent-Garten“ und mit dem Ausschank von König-Ludwig-Bier wurde sie zu dem gemütlichen Treffpunkt, den wir heute alle schätzen.

„Veränderung meistern, Gemeinschaft bewahren.“
Ob beim Abriss alter Häuser oder der Neugestaltung unserer Gastronomie: Das Wohl unserer Mieter und der Erhalt eines lebendigen Pasinger Viertels standen in diesen zwei Jahrzehnten immer an erster Stelle.

 1991 - 2025: Moderne Wohnqualität und historische Entdeckungen

Mit dem Schritt in das neue Jahrtausend stand unsere Genossenschaft vor einer doppelten Verantwortung: Den hohen Standard unserer bestehenden Gebäude durch kontinuierliche Modernisierungen zu sichern und gleichzeitig durch innovative Neubauten dringend benötigten, zeitgemäßen Wohnraum in Pasing zu schaffen.

Qualität im Bestand: Sanierung als Daueraufgabe

Wohnqualität ist für uns kein statischer Zustand, sondern ein tägliches Versprechen. In den vergangenen Jahrzehnten haben wir kontinuierlich erhebliche Mittel in die Hand genommen, um unsere Bestandswohnungen und Gebäude fortlaufend zu sanieren. Ob energetische Optimierungen, moderne Haustechnik oder die zeitgemäße Erneuerung von Wohnräumen – unser Ziel bleibt es, dass sich jedes Mitglied in seinem „Nest“ rundum wohl und sicher fühlt.

Drei Meilensteine moderner Architektur

Neben der Pflege des Bestands haben drei große Neubauprojekte das Gesicht unserer Genossenschaft in diesem Zeitraum maßgeblich geprägt und die Vielfalt unserer Baustile erweitert:

  • 2001 – Josef-Retzer-Straße 2-6: Zum Start in das neue Jahrhundert realisierten wir einen modernen, hellen Wohnkomplex, der mit großzügigen Balkonen und einer familienfreundlichen, grünen Innenhofgestaltung neue Maßstäbe für urbanes Genossenschaftsleben setzte.
  • 2018 – Josef-Retzer-Straße 8-10: Siebzehn Jahre später erweiterten wir dieses Ensemble um einen markanten, architektonisch anspruchsvollen Neubau mit klaren Linien und moderner Ästhetik.
  • 2025 – Benedikterstraße 6 & 8: Unser jüngstes, wegweisendes Großprojekt setzt ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit und zukunftsfähiges Bauen. Die beeindruckenden Gebäude in Holzbauweise fügen sich perfekt in das Pasinger Viertel ein und bieten modernsten, ökologischen Wohnraum für unsere Gemeinschaft.

 

Eine archäologische Zeitreise zurück ins Mittelalter

Das Bauprojekt in der Josef-Retzer-Straße 8-10 hielt im Jahr 2018 eine ganz besondere Überraschung für uns bereit. Bei den vorbereitenden Erdaushubarbeiten stießen die Bauarbeiter auf ein historisches Grab. Die herbeigerufenen Archäologen stellten fest: Wir waren auf die Gebeine und Spuren von Pasings Urvätern aus dem frühen Mittelalter gestoßen!

Diese spektakulären Knochenfunde erregten weit über die Grenzen des Viertels hinaus mediales Aufsehen. Getreu unserem Verantwortungsbewusstsein für die Geschichte Pasings wurden sämtliche Funde akribisch dokumentiert, fachgerecht geborgen und als historisches Erbe an ein Museum gespendet. So schloss sich an diesem Ort der Kreis zwischen der tiefen Geschichte unseres Stadtteils und der modernen Zukunft unserer Genossenschaft.

 

„Verwurzelt in der Geschichte, gebaut für die Zukunft“
Vom mittelalterlichen Erbe unter unseren Fundamenten bis hin zur hochmodernen Holzbauweise der Gegenwart: Wir bewahren unsere Herkunft, während wir die Wohnqualität für kommende Generationen sichern.

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